Ist ein professioneller Hochzeitsfotograf nötig?

In erster Linie schreibe ich das als Fotografin. Ich verdiene damit meinen Lebensunterhalt. Natürlich bin ich dafür, dass ihr einen professionellen Fotografen auf eurer Hochzeit habt. Trotzdem will ich euch Gründe nennen warum es sinnvoll ist. Denn es steckt viel mehr dahinter . Die Entscheidung liegt aber am Ende immer bei euch.

Technik

Heute produzieren sogar unsere Handys oft richtig gute Bilder. Das ist gerade, wenn man viel Unterwegs ist und sich mit einer großen Kamera nicht beschäftigen will großartig. Ich selbst fotografiere liebend gerne mit dem Handy. Doch auch hier sind Grenzen. Habt ihr schon mal versucht ein Handyfoto groß auszudrucken? Das wird definitiv nicht etwas, was ihr euch aufhängen wollt. Als Fotografin bin ich mit meiner großen und geliebten Spiegelreflexkamera bestens vertraut. Ich weiß wie ich sie bedienen muss. Wir schaffen es gemeinsam auch in schlechten Lichtsituationen eine großartige Qualität zu liefern. Ich schreibe nicht umsonst gemeinsam. Es ist nämlich nicht die Kamera, die das Bild macht, sondern der Fotograf. Die Einstellung in verschiedenen Situationen richtig zu wählen, bedarf viel Übung. Technik ist am Ende nur ein Hilfsmittel, um Fotos zu kreieren die in dem Kopf eines Fotografen schwirren. Wir professionellen Fotografen beschäftigen und investieren in unsere Technik.

Starke Nerven

Als Brautpaar werdet ihr an eurem wichtigsten Tag im Leben super nervös sein. Ihr bereitet euch ein Jahr, manche sogar Jahre, auf diesen einen Tag vor. Dieser Tag muss euren Erwartungen entsprechen. Jetzt stellt euch vor ihr beauftragt einen Onkel, nennen wir ihn mal Onkel Hans, mit der Dokumentation eurer Hochzeit. Onkel Hans hat eine große, schwarze Kamera, er macht tolle Urlaubsbilder. Soweit so gut. Die Braut steigt draußen vor der Kirche aus dem Auto und schreitet in die Kirche. Es sind Sekunden die vergehen, in denen man reagieren muss. Onkel Hans wird diesen Moment ziemlich ins Schwitzen kommen. An einem Hochzeitstag passieren soviel verschiedene Momente, die man nicht wiederholen kann. Ein Profi behält die Nerven und kann schnell auf jede Lichtsituation reagieren. Das wird für Onkel Hans eher schwer.

Emotionen

Da sitzt ihr Jahre später nach eurer Hochzeit. Ihr blättert die Seiten eures Fotoalbums um. Die Emotionen, die Erinnerung an diesen wunderschönen Tag sind wieder lebendig. Dieser Tag, an dem ihr mit euren liebsten Menschen eure einzigartige Liebe gefeiert habt.

Ich persönlich finde, dass Gefühle viel wichtiger sind als alles andere. Ich erinnere mich lieber an Menschen, an Situationen und an Emotionen als an Dinge. Das zählt am Ende. Als Fotografin ist es genau diese Einstellung, die mich immer begleitet. An einem Hochzeitstag passiert viel Emotionales. Ein Hochzeitsfotograf hat genau für solche Momente ein Auge. Wir suchen regelrecht danach und viele haben auch das Talent solche Momente zu kreieren. Sei es einen First Look zu planen und umzusetzen. All der Zauber in den Bildern lebt von Emotionen. Diese gekonnt in Szene zu setzten bedarf Übung. Es bedarf Geduld und höchste Konzentration.

Bearbeitung

Die Bilder sind im Kasten. Gefühlt hundert Mal gesichert geht es für uns an die Bearbeitung. Ich selbst habe in den Jahren meine Bearbeitung für meine Art zu fotografieren optimiert. Hier geht es nicht darum einfach einen Filter aufs Bild zu schmeißen und dann in der Sonne seinen Kaffee zu genießen. Wir sortieren als erstes die Bilder. Auch hier ist ein geübtes Auge von Vorteil. Was ästhetisch aussieht, welche Bilder emotional sind und es wert sind euch übergeben zu werden. All das ist ein enorm wichtiger Arbeitsschritt. Jedes Bild wird genau begutachtet, bearbeitet, retuschiert, farblich angepasst… Ja, es ist eine Menge Arbeit. Doch die lohnt sich.

Fazit

Wenn ihr bis hierher gelesen habt: Merci! Die Entscheidung liegt, wie schon gesagt, bei euch allein. Wenn euch aber all diese Dinge enorm wichtig sind, dann spart nicht an eurem Fotografen. Man findet nicht einfach einen Dienstleister, der kommt und dann geht. Ihr werdet euch immer an diesen Menschen erinnern, der eure wunderschönen Bilder gemacht hat. Und mal ganz ehrlich: Was bleibt einem schon übrig nach so einem Tag? Das Kleid? Der Anzug? Geschenke? Dies sind materielle Dinge! Wir wollen uns doch lieber an Gefühle erinnern. Das kann ein Foto. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer.